technik

Montag, 5. September 2005

last.fm!

Hinweis von Hannes: last.fm. Damit ist defintiv das letzte Wort (last) gesprochen über UKW (.fm). Vor dem Hintergrund von last.fm wirkt Radio à l'ancienne schon fast peinlich, mindestens aber extrem antiquiert und schrecklich 20. Jahrhundert! Eine einigermassen verständliche Beschreibung beim PCTipp. Sieht ganz nett aus bei denen in London. Direktor ist Michael Breidenbrücker. Wer mal die Hemmung überwunden hat, via Playerplugin ständig aller Welt mitzuteilen, was grad im eigenen MP3-player läuft, findet bei last.fm eine sehr anregende Community. Armin Medosch schrieb darüber als wohl erster in den Schweizer Medien und zwar bereits am 2. Januar im SonntagsBlick:

Die Idee wurde geboren, als sich eine Gruppe junger Musiker und Programmierer aus Österreich und Deutschland in London zusammenfand. Einige von ihnen studierten gerade am Ravensbourne College den Umgang mit digitalen Medien. Die Gruppe rief eine Web-Plattform namens Insine.net ins Leben, auf der Musiker ihre Produktionen für andere Musikbegeisterte veröffentlichten. Dieser «gemeinsame Plattenschrank» führte gleich zu mehreren Erkenntnissen: Erstens fiel den Insine-Gründern auf, dass es bei den Sammlungen der Mitglieder Überschneidungen gab. Dafür hatten ein gemeinsamer Bekanntenkreis und eine ähnliche Geschmacksbildung gesorgt. Zweitens wurde den Pionieren klar, dass sich das ganze Internet als Plattenschrank betrachten lässt - als grösste Musiksammlung der Welt. (...) "Das Schreiben von Musiksoftware für das Internet ist der neue Rock 'n' Roll", erklärt Insine-Mitbegründer Felix Miller. (...) Die raffinierten Funktionen des Systems kommen dabei nicht zuletzt den Musik-Labels zugute. Last.fm benutzt zwar ein Prinzip, das dem File-Sharing mit Peer-to-Peer-Software ähnlich ist, wie es auch beim illegalen Austausch von MP3-Musikdateien üblich ist. Doch werden hier keine Musikstücke von Nutzer zu Nutzer übertragen - das Angebot kommt aus der Zentrale. Die Musikfirmen spielen ihr jeweils aktuelles Angebot bei Last.fm ein; im Gegenzug erhalten sie sogenannte «Profiling-Informationen», Hinweise auf die Geschmacksprofile der Nutzer. Damit bekommen sie einen Überblick von unschätzbarem Wert: wie ihre Musik von den Last.fm- Hörern aufgenommen wird. Die Auswertungen zeigen etwas, das bisher auch mit den feinsten Instrumenten der Marktforschung nicht zu erkennen war: wie sich Musik in sozialen Netzwerken fortpflanzt. (...)

Wenn ich eine Radiowebsite neu lancieren müsste, wüsste ich, in welcher Gegend von London ich mal aufkreuzen und ein Bier trinken gehen würde mit den Jungs von last.fm...
[Kommentare zu last.fm auf infamy.]

Donnerstag, 1. September 2005

Sag ich doch schon lange...

Berner Zeitung heute:

Gerade bei Jugendlichen verlagert sich der Medienkonsum zunehmend ins Internet. «Man kann im Internet gezielt das hören, was man will und wann man es will», so bringt es Stephanie Weiss vom SRG-Forschungsdienst auf den Punkt. Dies komme dem heutigen Bedürfnis nach Individualität entgegen. Dabei spielten bei Jugendlichen vermehrt alternative Audio-Angebote eine grosse Rolle. Laut Weiss besassen in der Deutschschweiz 2004 schon 14 Prozent der Bevölkerung einen mobilen Player für digitale Musik, doppelt so viele wie zwei Jahre zuvor. Das Handy als All-In-One-Gerät mit MP3-Player, Kamera, eigenem Logo und Klingelton wird den reinen Playern möglicherweise den Rang ablaufen. Technisch sei dies noch ein grosser Schritt, erklärt Daniel Gerber von Swisscom-Mobile. Demnächst kämen jedoch Handys mit einem Vier-Gigabyte-Speicher auf den Markt. Das sei jedoch noch weit von der Speicherkapazität eines iPod entfernt. Auch bei den Akkus ist die Handy-Industrie noch nicht soweit. Sie müssen rasch nachgeladen werden.

Montag, 8. August 2005

W800i - erste Eindrücke

Der Gadget-Blog des Tages-Anzeigers berichtet über erste Erfahrungen mit Sonys neuem Handy W800i, das in den nächsten Tagen in die Läden kommen soll. Fazit: soweit OK, ausser der Tatsache, dass das Ding nur "USB 1.1" spricht.

Mittwoch, 3. August 2005

Kurzwelle 2.0

(idw) Dank neuester digitaler Nachrichtentechnik erlebt das Kurzwellenradio eine Renaissance. Brandaktuelle Nachrichten, fetzige Musik und spezifische Zusatzdienste werden mit Digital Radio Mondiale DRM in nahezu UKW-Qualität übertragen. Auf der IFA 2005 können sich die Besucher selbst überzeugen: Fraunhofer-Wissenschaftler stellen vom 2. bis 7. September DRM Sende- und Empfangstechnik vor (Messe Berlin, Halle 5.3).

Ob sich die digitalen KW-Empfänger wirklich durchsetzen? Mit dem "eierlegenden Wollmilchradio" sind wir der Sache eigentlich schon recht nah. Warum nicht auch so: Nachdem Schweizer Radio International off the air ist mit seinen Megawatt Sendern, könnte das Bakom ja Lizenzen ausgeben für digitale Low Power KW-Radios. 50 Watt reichen da lang für die Abdeckung einer Stadt auf Kurzwelle. Mit einem 1'ooo Watt Sender an zentralem Standort (z.B: Umgebung Luzern) liesse sich das ganze Land erreichen. Wär ja auch ein Konzept. Low Power, low cost, high technology. In Ergänzung zu DAB, das da wäre: high cost, high power, established technology.

Dienstag, 26. Juli 2005

StreamStation gibt's schon...

Zu spät! Wenn ich's recht begreife, dann bietet Radiozone.at genau das: Du kannst aus einem umfangreichen Verzeichnis von Radiostreams aus aller Welt auf der Website den auswählen, den Du auf Dein Handy per UMTS gestreamt haben willst. Viel individueller geht fast nicht. Fast. Allerdings ist der Aufenthalt in der Radiozone sehr teuer. Wie twoday.nachbar Schnitz festgestellt hat: EUR 1,2 pro Minute.

Montag, 25. Juli 2005

DAB vs. UMTS?

Was, wenn Swisscom, Orange und Sunrise ihre Netze hierzulande öffenen für Radio per UMTS? In Oesterreich und Deutschland läuft das schon (rein-hoeren, heise; Anbieter LiveTunes). Es wird eng für DAB, wenn UMTS ein valabler Verbreitungsvektor wird. Letztlich eine Frage des Preises, der "Usability" und des "UI". Wenn sich radiofähige UMTS-Handys rascher verbreiten als DAB-Empfänger, wird die Luft wirklich dünn für letztere: "Warum soll ich ein DAB-Kistchen kaufen, das tönt, wenn schon mein Handy, das ich immer dabei habe, tönt, wie ich will." Mich nimmt Wunder, was andere davon denken, weshalb ich da gecrosspostet hab...

Freitag, 22. Juli 2005

BBC macht Jukeboxradio

ITConversations hat eine spannende Präsentation über die Zukunft des Radios. BBC-Profis berichten darin unter anderem über ein Experiment: 10 Stunden lang konnte das Publikum via SMS das Musikprogramm bestimmen: 150'000 SMS, von 100'000 Leuten die 6'000 Songs verlangen, 131 gingen über den Sender.

Isn't radio an old, dying medium? What's it doing in a conference on emerging technologies? Matt Biddulph, Paul Hammond, Tom Coates, and Matt Webb show us how radio is a reemerging technology experiencing a resurgence in popularity and relevance. They explore how radio can be improved by introducing feedback mechanisms and by ultimately making it a more social medium. Using principles of social software, the BBC becomes more of a peer than a broadcaster. In the first part of the presentation Matt Biddulph and Paul Hammond explain BBC Radio's experiment with a format called the "Ten-Hour Takeover" in which control of the station's playlist is given over to the listeners.

Der Vortrag hat auch dem O'Reilly-Radar gefallen. Die Slides der Präsentation sind hochspannend, äusserst anregend und voller wertvoller Erfahrungen!

Mittwoch, 20. Juli 2005

eierlegendes Wollmilchradio

Radioscape lanciert ein Modul, das alles kann. Fast alles: Langwelle, Mittelwelle, Kurzwelle, digitale Kurzwelle (DRM), UKW mit RDS, DAB. Das packen wir dann in eine Box zusammen mit einem Ethernet- / WLAN-Modul und einem embedded Linux, dem wir beibringen, wie Podcasts zu abonnieren, MP3s zu verwalten und NetRadios in allen möglichen Streamformaten anzuhören sind. In der zweiten Version stopfen wir da dann noch ein Handymodul mit GPRS, Edge und UMTS rein und drehen es den Vodaphones dieser Welt an. Sonst noch Wünsche?

PodCastClient im Player-/ USB-Stick

Die Idee hat was: Den PodCatcher, die Software, um Podcasts zu downloaden, gleich in einen USB-Stick-basierten MP3-Player zu packen. Da gibt's das samt Videotutorial auf Deutsch.

Worum geht's?

Notizen zur Zukunft des Radios primär in der Schweiz, unter Einbezug internationaler u.a. technischer und regulatorischer Entwicklungen.

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