last.fm!
Hinweis von Hannes: last.fm. Damit ist defintiv das letzte Wort (last) gesprochen über UKW (.fm). Vor dem Hintergrund von last.fm wirkt Radio à l'ancienne schon fast peinlich, mindestens aber extrem antiquiert und schrecklich 20. Jahrhundert! Eine einigermassen verständliche Beschreibung beim PCTipp. Sieht ganz nett aus bei denen in London. Direktor ist Michael Breidenbrücker. Wer mal die Hemmung überwunden hat, via Playerplugin ständig aller Welt mitzuteilen, was grad im eigenen MP3-player läuft, findet bei last.fm eine sehr anregende Community. Armin Medosch schrieb darüber als wohl erster in den Schweizer Medien und zwar bereits am 2. Januar im SonntagsBlick:
Die Idee wurde geboren, als sich eine Gruppe junger Musiker und Programmierer aus Österreich und Deutschland in London zusammenfand. Einige von ihnen studierten gerade am Ravensbourne College den Umgang mit digitalen Medien. Die Gruppe rief eine Web-Plattform namens Insine.net ins Leben, auf der Musiker ihre Produktionen für andere Musikbegeisterte veröffentlichten. Dieser «gemeinsame Plattenschrank» führte gleich zu mehreren Erkenntnissen: Erstens fiel den Insine-Gründern auf, dass es bei den Sammlungen der Mitglieder Überschneidungen gab. Dafür hatten ein gemeinsamer Bekanntenkreis und eine ähnliche Geschmacksbildung gesorgt. Zweitens wurde den Pionieren klar, dass sich das ganze Internet als Plattenschrank betrachten lässt - als grösste Musiksammlung der Welt. (...) "Das Schreiben von Musiksoftware für das Internet ist der neue Rock 'n' Roll", erklärt Insine-Mitbegründer Felix Miller. (...) Die raffinierten Funktionen des Systems kommen dabei nicht zuletzt den Musik-Labels zugute. Last.fm benutzt zwar ein Prinzip, das dem File-Sharing mit Peer-to-Peer-Software ähnlich ist, wie es auch beim illegalen Austausch von MP3-Musikdateien üblich ist. Doch werden hier keine Musikstücke von Nutzer zu Nutzer übertragen - das Angebot kommt aus der Zentrale. Die Musikfirmen spielen ihr jeweils aktuelles Angebot bei Last.fm ein; im Gegenzug erhalten sie sogenannte «Profiling-Informationen», Hinweise auf die Geschmacksprofile der Nutzer. Damit bekommen sie einen Überblick von unschätzbarem Wert: wie ihre Musik von den Last.fm- Hörern aufgenommen wird. Die Auswertungen zeigen etwas, das bisher auch mit den feinsten Instrumenten der Marktforschung nicht zu erkennen war: wie sich Musik in sozialen Netzwerken fortpflanzt. (...)
Wenn ich eine Radiowebsite neu lancieren müsste, wüsste ich, in welcher Gegend von London ich mal aufkreuzen und ein Bier trinken gehen würde mit den Jungs von last.fm...
[Kommentare zu last.fm auf infamy.]
Die Idee wurde geboren, als sich eine Gruppe junger Musiker und Programmierer aus Österreich und Deutschland in London zusammenfand. Einige von ihnen studierten gerade am Ravensbourne College den Umgang mit digitalen Medien. Die Gruppe rief eine Web-Plattform namens Insine.net ins Leben, auf der Musiker ihre Produktionen für andere Musikbegeisterte veröffentlichten. Dieser «gemeinsame Plattenschrank» führte gleich zu mehreren Erkenntnissen: Erstens fiel den Insine-Gründern auf, dass es bei den Sammlungen der Mitglieder Überschneidungen gab. Dafür hatten ein gemeinsamer Bekanntenkreis und eine ähnliche Geschmacksbildung gesorgt. Zweitens wurde den Pionieren klar, dass sich das ganze Internet als Plattenschrank betrachten lässt - als grösste Musiksammlung der Welt. (...) "Das Schreiben von Musiksoftware für das Internet ist der neue Rock 'n' Roll", erklärt Insine-Mitbegründer Felix Miller. (...) Die raffinierten Funktionen des Systems kommen dabei nicht zuletzt den Musik-Labels zugute. Last.fm benutzt zwar ein Prinzip, das dem File-Sharing mit Peer-to-Peer-Software ähnlich ist, wie es auch beim illegalen Austausch von MP3-Musikdateien üblich ist. Doch werden hier keine Musikstücke von Nutzer zu Nutzer übertragen - das Angebot kommt aus der Zentrale. Die Musikfirmen spielen ihr jeweils aktuelles Angebot bei Last.fm ein; im Gegenzug erhalten sie sogenannte «Profiling-Informationen», Hinweise auf die Geschmacksprofile der Nutzer. Damit bekommen sie einen Überblick von unschätzbarem Wert: wie ihre Musik von den Last.fm- Hörern aufgenommen wird. Die Auswertungen zeigen etwas, das bisher auch mit den feinsten Instrumenten der Marktforschung nicht zu erkennen war: wie sich Musik in sozialen Netzwerken fortpflanzt. (...)
Wenn ich eine Radiowebsite neu lancieren müsste, wüsste ich, in welcher Gegend von London ich mal aufkreuzen und ein Bier trinken gehen würde mit den Jungs von last.fm...
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gehört zur "Abt. technik" - patpatpat - Montag, 5. September 2005, 23:17