Donnerstag, 29. September 2005

Podcasts auf's Handy

(musikmarkt) Der US-Software-Anbieter Melodeo wird für seinen "Mobilcast"-Service ab sofort mithilfe des "MPEG-4 aacPlus"-Formats von Coding Technologies Podcast-Dateien drahtlos direkt aufs Handy übertragen können. "Das Mobiltelefon ist ein brandneuer Distributionskanal für Podcasts", erläutert Bill Valenti, Executive Vice President, Melodeo. "Ein Großteil der Inhalte in der Podcast-Welt haben mit Musik zu tun, so dass ein hochwertiger Audio-Codec eine wichtige Rolle für optimalen Hörgenuss spielt. Mit aacPlus können wir Mobilcasts drahtlos direkt übertragen, und zwar mit bester Soundqualität und der effektivsten Nutzung der Netzbandbreite." (...)

Sonntag, 25. September 2005

Rauschen 2.0

Das "Echo der Zeit" als Podcast ist super. Als Idee. Dass die Technik von SkyPro, wohin Fileerstellung und Hosting ausgelagert sind, es aber nicht hinkriegt, die vielbeachtete Sendung (als Bsp.: MP3 vom 24.9.) von Anfang (20.9.) an a) präzis ab Beginn 18 Uhr (Nachrichten sind angeschnitten) und b) ohne Empfängerrauschen (wenn niemand spricht, rauscht es: schschschschsch) und c) in passabler Qualität (aktuell: 64kBit, fix stereo für eine Wortsendung...) encodet zur Verfügung zu stellen, ärgert einen doch etwas. Wann wird das wohl besser? Ob DRS als Auftraggeber da nichts machen kann?
UPDATE 21:30: Na wer sagt's denn! Heute, in der 6. Ausgabe des Echopodcasts scheint's geklappt zu haben: 56kBit, 48kHz, MONO, rauschfrei. Ob's so bleibt?
UPDATE 26.9. 20:50: Die Freude war von kurzer Dauer. Heute Montag kommt's wieder angeschnitten und in lausiger Tonqualität, weil 64kBit STEREO, daher. Wenigstens nicht auch noch verrauscht... Weil auch der Schluss nicht präzis geschnitten ist, hängen dafür am Schluss fast 2 Minuten "Musik" dran, über deren Verbreitung auf diesem Weg sich die SUISA wohl nicht freuen kann.
UPDATE 27.9. 21:00: Heute kommt's in super Tonqualität daher, rauschfrei, ohne Quantisierungsgeräusche, perfekt. Allerdings auch ohne Modulation! 47 Min 05 Sek. nahezu perfekte Stille. Keine Aufnahme, gar nichts. Leere 21,6 Megabytes hab ich mir da von iTunes runterladen lassen. Danke! Irgendwer meint's da nicht wirklich ernst mit Podcasting. Aber ob es wirklich zulässig ist, mit dem Publikum des "Echo der Zeit" solche Scherze zu treiben? Warum kann sich SkyPro diese miserable Servicequalität leisten gegenüber SR DRS?
UPDATE 28.9. 21:15: Heute? Besser als gestern: immerhin mit Modulation. Aber weiterhin 64kBit stereo und also unnötig schlechte Tonqualität, ungenau geschnitten am Anfang und am Ende.
UPDATE 21.10.
Bis vorgestern weiterhin so:
vorgestern
Gestern nun so (ob's dabei bleibt? hoffentlich...):
heute

Samstag, 24. September 2005

Handy als Jukebox

NZZ gestern:

Die Handy-Besitzer sollen weniger reden, dafür mehr zuhören, sie sollen mittels des Mobiltelefons unterwegs Musik geniessen, Musik, die sie via PC im Internet oder über Funkverbindungen von den Telefongesellschaften legal erworben haben. Die Deutsche Telekom nutzte vergangene Woche die Musikmesse Popkomm in Berlin, um ihre Mobile Jukebox vorzustellen. Damit können die Kunden von T-Mobile Songs direkt auf ihre Handys laden, falls diese für UMTS ausgelegt sind. Erstmals sind die Nutzer dank einem Dual Download genannten Verfahren imstande, einmal in dem Webshop gekaufte Titel in unterschiedlichen Encoding-Formaten mit verschiedener Qualität sowohl auf dem Handy als auch auf dem PC zu nutzen. Eine Lizenz gilt für beide Plattformen. Das digitale Rechtemanagement für die Lösung hat die Basler SDC AG (Website hier) geliefert.

SDC? In Basel? Ja:

Über SDC
Als einer der ersten Anbieter von DRM- und E-Commerce-Lösungen begann die SDC AG bereits 1994 mit der Entwicklung eines Java-basierten Systems für das Digital Rights Management (DRM). Zwei Jahre später wurde dem Unternehmensgründer Rolf Brugger das EU- und US-Patent für den Musik-Download über Netzwerke erteilt. 2001 erlangte das erste und derzeit einzige Java-basierte DRM-System Marktreife. SDC bietet ein umfassendes Java-basiertes Software-Portfolio für das DRM an, mit dem alle Arten von Content wie z.B. Musik, Videos, Fotos, Spiele, Bücher und Dokumente ohne zusätzliche Software-Installation auf dem Client oder Einbau eines Chips in das Endgerät geschützt werden können. Die Möglichkeit der sicheren Superdistribution und Übertragung von Content auf andere Geräte schafft ein neues Paradigma für die Nutzung geschützter Inhalte. Die Lösung läuft auf allen Java-fähigen Geräten wie Mobiltelefonen, PDAs, Settop-Boxen und PCs und ermöglicht Mobilfunkbetreibern, elektronischen Einzelhändlern und Content-Distributoren den sicheren Vertrieb digitaler Inhalte. SDC befindet sich in Privathand und ist in der Schweiz ansässig. Das Unternehmen ist in den USA, Europa und Asien aktiv. SDC ist ein Partner von Sun Microsystems in Menlo Park, Kalifornien.


Heisst das, bei jedem legalen Download von DRM-geschützter Musik via ein javabasiertes System, klingelt die Kasse an der St. Alban-Vorstadt 80? Wird wohl so sein.

TV-Spots sind pfui

NZZ gestern:

Mittels Telefoninterviews hat Swisscom Fixnet Verhalten, Nutzung und Wünsche rund um TV und Computer eruieren lassen. (...) Fernsehen ist beliebt (95% der befragten Personen haben mindestens ein TV-Gerät zu Hause, die Mehrheit schaut täglich fern); der TV-Konsum erfolgt meistens ungeplant (nur 23% der Zuschauer halten eine Programmzeitschrift); TV- Werbung ist unbeliebt (68% stören sich an Unterbrecherwerbung, und Werbung an sich ist für das TV-Publikum mit 43% der Nennungen die Nummer 1 unter den Störfaktoren, störender noch als ein schlechtes Programm); Harddisk-Recorder stossen zunehmend auf Interesse (Videokassetten sind immer noch das meist gewählte Aufzeichnungsmedium mit 36,4% gegenüber etwa je 26,5% für DVD-R und Festplatte); der Live-Charakter des TV bedeutet den Leuten wenig (37% wollen Sportübertragungen live geniessen, für 51% hingegen ist der Live-Charakter nicht wichtig, nur 28% richten sich ihr Tagesprogramm so ein, dass sie einen Film von Beginn an schauen können). Dass eine Mehrheit (60%) der Befragten den Programmverlauf gerne selber bestimmen würde, kann unter diesen Voraussetzungen nicht erstaunen. (...)

Freitag, 23. September 2005

"erst" knapp 20% haben MP3-Player?

In der NZZ heute:

Während unser Land in politischen Fragen eher als konservativ gilt, ist es wie die nordischen Länder bekannt dafür, für neue Technologien offen zu sein und dafür grosszügig Geld auszugeben. Zahlen einer kürzlich durchgeführten Studie zeigen allerdings, dass viele der neuen Technologien hierzulande nicht sonderlich schnell Akzeptanz finden. Nach 2004 wird die von der Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM) initiierte Studie über Kommunikations- und Unterhaltungstechnologien zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit der Publica Data, der Medienforschungsfirma der SRG, durchgeführt. Sie basiert auf der Befragung von knapp 2500 Personen, welche von Mai bis Mitte Juni dieses Jahres in den drei grossen Sprachregionen durchgeführt wurde. (...) Generell ist festzustellen, dass neue elektronische Medien von Jüngeren markant stärker genutzt werden; mit zunehmendem Alter nehmen die aktiven Anwender ab. So besitzen zum Beispiel neun von zehn Befragten nebst einem Radio ein weiteres Musikabspielgerät, davon sind aber noch nicht einmal ganz 20 Prozent iPods und andere MP3-Player. Bei den 15- bis 24-Jährigen liegt der Anteil schon bei 44 Prozent. Vier von zehn Befragten dieser Altersgruppe lädt auch zu Hause Musik aus dem Internet herunter, während dies über das ganze Altersspektrum hinweg weniger als ein Fünftel tun.

Wenn von 90% der Befragten "noch nicht einmal ganz 20%" MP3-Player haben, dann sind das auf's Ganze gesehen doch immerhin 7 Millionen * 0.9 *0.2. = 1,26 Millionen Menschen. Spinn ich, oder sind das nicht doch ganz anständig viele? Ja sogar erstaunlich viele? Und 7 Millionen * 0.2 = 1,4 Millionen Menschen in der Schweiz saugen Musik aus dem Netz. Wow! sag ich da. Und bald jede / jeder Zweite jüngere Erwachsene tut's ebenso. Das ist doch schon ein Volkssport! Als was anderes würde Ogi es bezeichnen, wenn so viele junge Menschen z.B. wakeboarden würden?!?!?!?!?!

Donnerstag, 22. September 2005

Luginbühl geht

SR DRS teilt heute mit:

DRS 3- und Virus-Programmleiter Bendicht Luginbühl verlässt SR DRS nach erfolgreich abgeschlossenem Turnaround des Pop-/Rocksenders DRS 3 und der Neupositionierung des SR DRS-Jugendsenders Virus auf Ende Oktober 2005. (...) Radiodirektor Walter Rüegg dankt Luginbühl für seine sehr guten unternehmerischen Leistungen: "Bendicht Luginbühl hat DRS 3 nach einer Phase der Ungewissheit mit zahlreichen neuen Programmformaten unverwechselbar geprägt und die Teams von DRS 3 und Virus mit einer ausgezeichneten motivatorischen Leistung an die Spitze der Pop-/Rockradios geführt. Leider konnten wir für die zukünftige Weiterentwicklung des Senders kein gemeinsames Konzept finden, was ich bedaure. Ich wünsche Bendicht Luginbühl für seine berufliche Zukunft alles Gute." "Meine Vorstellung war stets, DRS 3 in raschen Schritten programmlich und unternehmerisch auszubauen", sagt Luginbühl. "Nachdem wir in intensiven Gesprächen feststellen mussten, dass sich der Rhythmus der Weiterentwicklung von DRS 3 der letzten knapp drei Jahre nicht auf die Zukunft übertragen lässt, habe ich mich entschieden, mich neu zu orientieren.(...)"

Worum geht's?

Notizen zur Zukunft des Radios primär in der Schweiz, unter Einbezug internationaler u.a. technischer und regulatorischer Entwicklungen.

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